Verordnung einer ergotherapeutischen Behandlung

Informationen für Ärzte und Patienten

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Information zur „Heilmittelverordnung 18 – Maßnahmen der Ergotherapie“. Gerne informieren wir Sie bei Unsicherheiten oder allgemeinen Fragen auch telefonisch unter 0441 18030453 oder persönlich.

Ergotherapeutische Leistungen kann jede Vertragsärztin und jeder Vertragsarzt* verordnen, der die Maßnahmen aufgrund seiner/ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse überwachen, leiten und beenden kann.

Die Diagnosegruppen PS 1 bis 5 (siehe Indikationsschlüssel) erfordern eine (kinder- und jugend-)psychiatrische Eingangsdiagnostik.

*ein Arzt, der von seiner Kassenärztlichen Vereinigung (KV) die Zulassung erhalten hat, gesetzlich versicherte Patienten behandeln zu dürfen und seine Leistungen mit der gesetzlichen Krankenversicherung abzurechnen.

In Deutschland können folgende ergotherapeutische Behandlungsformen vom Arzt verordnet werden:

  • Psychisch-funktionelle Behandlung
  • Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
  • Motorisch-funktionelle Behandlung
  • thermische Anwendungen
  • Integration im sozialen oder auch häuslichen Umfeld (diese können Ärzte unter „Gegebenenfalls Spezifizierung der Therapieziele“ eintragen)
Wirbelsäulenerkrankungen SB1
Becken- und Extremitätenverletzungen/-operationen
Störungen nach traumatischer Schädigung; Operationen; Verbrennungen; Verätzungen
SB2
Becken- und Extremitätenverletzungen/-operationen
Amputationen nach Abschluss der Wundheilung; Angeborene Fehlbildungen
SB3
Knochen-, Gelenk- und Weichteilerkrankungen
Gelenkerkrankungen: vorwiegend Schulter/Ellbogen/Hand mit prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf
SB4
Knochen-, Gelenk- und Weichteilerkrankungen
Gelenkerkrankungen/Störung der Gelenkfunktion mit prognostisch länger dauerndem Behandlungsbedarf
SB5
Knochen-, Gelenk- und Weichteilerkrankungen
Sympathische Reflexdystrophie; Sudeck’sches Syndrom; CRPS (Chronisch regionales Schmerzsyndrom)
SB6
Gefäß-, Muskel- und Bindegewebserkrankungen
Erkrankungen mit Gefäß-, Muskel- und Bindegewebsbeteiligung, insbesondere systemische Erkrankungen
SB7
ZNS-Schädigungen
ZNS-Erkrankungen und/oder Entwicklungsstörungen längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
EN1
ZNS-Schädigungen
ZNS-Erkrankungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres
EN2
Rückenmarkserkrankungen EN3
Erkrankungen peripherer Nerven
Periphere Nervenläsionen
EN4
Geistige und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter
Entwicklungsstörungen; Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
PS1
Neurotische, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Neurotische-, Belastungs- und somatoforme Störungen; Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen oder Faktoren; Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
PS2
Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen / affektive Störungen PS3
Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen PS4
Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
dementielle Syndrome
PS5

Ausfüllhilfe für Zuweiser (Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.)

Hier finden Sie eine Ausfüllhilfe des DVE.

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