Therapeutisches Klettern

In Kooperation mit dem Oldenbloc bieten wir therapeutisches Klettern an. Das therapeutische Klettern ist eine gute Therapieform, die ergänzend zur normalen Ergotherapie angewandt werden kann.

Das Bouldern und Klettern umfasst ein breites Anwendungsspektrum. Je nach Erkrankungsbild kann es den Muskeltonus regulieren oder die Körperwahrnehmung verbessern. Des Weiteren kann es das Selbstvertrauen verbessern oder aber die Konzentrationsspanne steigern. Menschen mit solchen Defiziten findet man sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen gleichermaßen.

Die Gesamtkoordination des Körpers wird trainiert, wobei Körperspannung, Kraft und Technik eine wesentliche Rolle spielen. Darüber hinaus lernen Kinder und Jugendliche aufeinander zu achten. Beim gegenseitigen Sichern stärken sie ihr Verantwortungs- und

Selbstbewusstsein und lernen gut miteinander umzugehen. Bei psychisch erkrankten Menschen geht es oft um Ausdauer, Konzentration, Aufmerksamkeit, sich Ziele setzen oder “sich spüren”. All diese Komponenten können mit speziellen Routen und unter Anleitung geübt werden.

Durch das therapeutische Klettern werden die Möglichkeiten und der Handlungsspielraum in der Ergotherapie deutlich bereichert.

Für folgende Krankheitsbilder kann das Klettern eingesetzt werden:

  • ADS/ ADHS
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Entwicklungsverzögerung bei Kindern
  • Nervenerkrankungen wie z.B. (MS)
  • Depressionen
  • Burn Out
  • Borderline
  • Behandlung bei Skoliosen, Scapula Alata, Frozen Shoulder (Schultersteife)
  • Behandlung bei Bänder- und Gelenksverletzungen sowie bei Haltungsschäden

Was mir das therapeutische Klettern bringt:

  • Ganzkörpertraining
  • Verbesserung der Motorik
  • Verbesserung der Koordination, Gleichgewicht und Ausdauer
  • Förderung der Kreativität
  • Verbesserung des Selbstvertrauens
  • Umgang mit Grenzen und deren Bewältigung
  • Tonusregulation
  • Verbesserung der gerichteten Aufmerksamkeit
  • Steigerung der Konzentration
  • Lösungsstrategien suchen und Ziele erreichen
  • Verbesserung des Körperschemas z.b. bei körperdysmorphen Störungen, Bulimie, Anorexie oder Depression.

Sowohl bei Anorexie-/ Bulimie-Patienten wie auch bei Menschen, die an einer Depression leiden, kann sich eine deutliche Verbesserung des Körperschemas zeigen.

In naher Zukunft bieten wir auch für Rollstuhlfahrer therapeutisches Klettern an der Seilkletterwand an. Voraussetzungen hierfür: Die erkrankte Hand/Hände kann/können greifen und der Arm kann ca. 5 Sekunden bei 90 Grad Streckung gehalten werden.

Bei allen Krankheitsbildern dürfen nicht die Freude und der Spaß verloren gehen! Es ist immer wieder erstaunlich wie zufrieden und glücklich die Menschen die Boulderhalle verlassen.

Kosten: Als Selbstzahlerleistung kostet eine Einheit (ca. 60 Minuten) 60 Euro inkl. Eintritt und einem Getränk.